Antonius-Kapelle, Bad Griesbach
Der Kapellenberg war im Jahre 1902 als Bauplatz für die neue Kirche im Gespräch, da er „vermöge seiner freien Lage die besseren Vorteile bot". „Erhebliche Terrainschwierigkeiten und damit zusammenhängend bedeutende Kosten für Stützmauer u. Grabarbeiten" ließen den Plan glücklicherweise scheitern. So blieb die alte Antoniuskapelle der Nachwelt erhalten. Von der abgerissenen Badkapelle wurden die gotischen Maßwerkfüllungen herauf gebracht, die der ganzen Anlage einen romantischen Anblick verschaffen. Das Alter der Kapelle lässt sich nicht mehr bestimmen. Einziger Anhaltspunkt zur Datierung ist das 1678 gemalte Altarbild für das damals bestehende kleine Gotteshaus. Die Stiftungsinschrift hängt wohl mit der Brandkatastrophe vom gleichen Jahr zusammen.
Erzberger-Kapelle, Bad Griesbach
Am 6. Dezember 1921, wenige Monate nach dem Mord an Reichsfinanzminister a. D. Matthias Erzberger, trat ein Ausschuss christlicher Politiker unter Federführung von Prälat Josef Schofer (1866 - 1930) an die Kirchenbehörde mit der Absicht heran, „mit vorhandenen Mitteln an der Stelle, wo Matthias Erzberger gestorben ist, eine Kapelle zu erbauen. Die Kapelle soll ausschließlich den christlichen Zweck der Entsühnung haben." Inflationsbedingt konnte der Plan erst kurz vor Ausbruch der Herrschaft der Nationalsozialisten verwirklicht werden konnte. Am 20.09.1931 wurde die Einweihung der Erzberger-Gedächtnis- und Sühnekapelle „Regina pacis" durch Domkapitular Dr. Bernhard Jauch, Freiburg vollzogen.