St. Peter und Paul, Bad Peterstal

 

Pfarrei

Bad Peterstal trägt seinen Namen von der 1293 erwähnten Kapelle, aus der die heutige Pfarrkirche entstanden ist. Vermutlich haben die Chorherren des Klosters Allerheiligen den Bau dieser Kapelle begonnen; sicher haben sie auch zu bestimmten Zeiten in dieser Kapelle Gottesdienste gehalten. Sie war dem Apostelfürsten Petrus geweiht, um sie hat sich die Siedlung entwickelt.

1816 wurde die 1772 geschaffene Kaplanei in St. Peter (Bad Peterstal) eine eigene Pfarrei, von der man 1905 wiederum Bad Griesbach abzweigte.

Die Heilquellen wurden erstmals im Jahre 1584 wissenschaftlich bekannt und als wirksames Heilmittel einem weiten Publikum eröffnet. Heute ist Bad Peterstal-Griesbach ein bekannter Kneippkurort im Schwarzwald mit Mineral- und Moorheilbad. Die Gemeinde zählt rd. 2.890 Einwohner, davon 1.540 Katholiken.

Patrozinium: 29. Juni

 

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche war bis ins 19. Jahrhundert dem Apostel Petrus geweiht, dann kam Paulus als zweiter Patron hinzu. Die Kirche steht an der Stelle, an der einst die kleine Kapelle stand, die 1293 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt wurde. Sie wurde die „wüste Kapelle" zu St. Peter im Tal genannt. Wüst bezeichnet wahrscheinlich das unwegsame Gelände dieser Gegend. Wir dürfen annehmen, dass nur wenige, armselige Häuser in der Nähe standen. Vermutlich haben die Chorherren des Klosters Allerheiligen den Bau dieser Kapelle begonnen; sicher haben sie auch zu bestimmten Zeiten in dieser Kapelle Gottesdienste gehalten. In der Nähe befand sich ein Sauerbrunnen, der später vom Arzt Dr. Jakob Theodor von Bergzabern in einer wissenschaftlichen Schrift dargestellt wurde. Wir dürfen annehmen, dass die Peterskapelle ein Haus war, in dem Menschen Gott danken sollten für die Wohltat des Wassers.

Die Peterstalkapelle ist der Ursprung unserer Pfarrkirche. Sie wurde immer wieder erweitert, die letzte Erweiterung fand im Jahre 1923 statt. Die Kirche ist im Weinbrennerstil erbaut. Die vielen von Weinbrenner entworfenen Kirchen in unserer Gegend sind Hallenkirchen, helle Räume meist ohne Säulen. Doch die Ausstattung der Kirche verdanken wir dem Kunstsinn der Promonstratensermönche im Kloster Allerheiligen. Ohne dieses Kloster hätten wir niemals eine so herrlich ausgestattete Kirche. Von den fünf Altären der Klosterkirche kamen drei nach der Säkularisation im Jahre 1803 in unsere Kirche.