Es folgten drei Jahre Vikarszeit in Immendingen. Meine erste Pfarrstelle war in den Pfarrgemeinden March-Hugstetten/Buchheim und March Neuershausen. Fast vierzehn Jahre konnte ich als Seelsorger dort leben und arbeiten, reiche und ermutigende Erfahrungen in der Seelsorge sammeln.
Seit 1. Oktober 2003 bin in Pfarrer in Oppenau. Erzbischof Zollitsch hat mir die Pfarrei St. Johannes Baptist übertragen mit dem Auftrag, die künftige Seelsorgeeinheit Oberes Renchtal (Oppenau-Bad Peterstal-Bad Griesbach) mit den Verantwortlichen in den Pfarrgemeinden vorzubereiten und konkrete Schritte in der Zusammenarbeit zu gehen, um zu gegebener Zeit die Leitung der Seelsorgeeinheit zu übernehmen.
Vor der Priesterweihe habe ich das Gleichnis Jesu vom Säen und Wachsen (Mt 4,26-29) als Leittext gewählt. Dieses Wort vom Säen begleitet mich im Leben und Wirken als Priester, wenn ich das Wort Gottes verkünde, wenn wir miteinander den Glauben leben und feiern, wenn ich Menschen in vielfältigen Lebenssituationen als Seelsorger begleiten darf, wenn ich hinhören kann auf das, was Menschen bewegt, wenn sie von ihrer Freude, Hoffnung aber auch von ihren Ängsten und Sorgen erzählen. Das Zusammenwirken von Gottes Geist und uns Menschen, die Arbeit, die ich tun kann/soll und das Vertrauen auf Gottes Wirken werden im Bild vom Säen und Wachsen für mich ausgedrückt.
Dankbar bin ich, dass ich als „Säender“ nicht alleine auf dem „Acker“ Gemeinde stehe, sondern ein Team von hauptberuflichen Mitarbeitern/innen und ein großer Kreis von ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen da sind, die auf vielfältige Weise mit aussäen. „Als Gemeinschaft der Glaubenden miteinander unterwegs sein“ – Worte unseres Erzbischofs, können uns dabei begleiten.
„Gott hat uns in diese Zeit hineingestellt. Er hat auch etwas damit vor. Uns kommt es zu, aktiv am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken. Gottes Geist wirkt auch heute. Gottes Geist ist es, der lebendig macht.“
Klaus Kimmig, Pfarrer

