Fördervereine für Kranken-, Alten- und Familienpflege fusionieren
04.12.2024 |
Seine letzte Mitgliederversammlung hielt der Förderverein für Kranken-, Alten- und Familienpflege in der Pfarrei St. Antonius ab. Vorsitzender Lothar Kimmig konnte aus gegebenem Anlass auch den Verwaltungsbeauftragten der Kirchengemeinde Oberes Renchtal Bernd Müller in beratender Funktion begrüßen, da neben den Regularien auch die Auflösung des Vereins an diesem Abend Thema war.
(von Jutta Schmiederer, Acher-Rench-Zeitung). Pfarrer Klaus Kimmig nahm in seinem geistlichen Impuls den Advent als Beginn des neuen Kirchenjahres als Symbol auch für einen Neubeginn für den Förderverein. Dessen caritativer Dienst sei es, „was Christus vorgelebt hat“. Lothar Kimmig blickte zurück auf die Gründung im Jahr 2011, als der Verein aus dem damaligen Krankenpflegeverein hervorging. Im Geschäftsbericht über das abgelaufene Jahr konnte der Besuchsdienst der Caritashelfergruppe finanziell unterstützt werden, ebenso die Rom-Wallfahrt der Ministranten und eine Ministranten-Freizeit. Der Verein sei „immer gerne bereit, zu helfen“ so Kimmig. Kassenprüfer Hubert Zimmermann bescheinigte Lothar Kimmig, dass er die Kasse ordnungsgemäß geführt habe, es sei „alles nachvollziehbar, keine Beanstandungen“. Der ehemalige Ortsvorsteher Ludwig Kimmig dankte dem Verein, „das Werk war gut“ und hoffte, „dass es in diesem Geist weitergeht“. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte auf seinen Antrag hin einstimmig. Eine finanzielle Unterstützung für einige Familien in Bad Peterstal-Griesbach im Advent, die vom Caritasverband betreut werden, erbat Pfarrer Klaus Kimmig, die Anwesenden sagten diese zu. Vorsitzender Lothar Kimmig erinnerte daran, dass bereits in der Vergangenheit zusammen mit dem Förderverein des Ortsteils Bad Peterstal Projekte, Gottesdienste und „zahlreiche gemeinsame Aktivitäten“ durchgeführt wurden. „Die Aufgaben und Herausforderungen werden größer“, so Kimmig, daher schlage die Vorstandschaft eine Zusammenlegung beider Vereine vor, „wir wollen gemeinsam agieren“. Dies leitete über zur außerordentlichen Mitgliederversammlung mit dem Zweck der Auflösung des Fördervereins. Lothar Kimmig betonte, es sei „im Sinne des Vereinsinteresses“, sich dem Verein in Bad Peterstal anzuschließen. Für die Mitglieder bedeutet das, dass ihre Mitgliedschaft „im Paket“ nahtlos in den Förderverein Bad Peterstal übergeht. Einstimmig wurde dieser Vorschlag angenommen. Das Vereinsvermögen geht satzungsgemäß an die Kirchengemeinde Oberes Renchtal und wird von dort an den Förderverein Bad Peterstal weitergegeben. Lothar Kimmig gab einen Überblick über die nächsten Schritte. Er werde einen Antrag beim Förderverein Bad Peterstal auf Aufnahme aller Mitglieder stellen, von dort habe er bereits die mündliche Zusage erhalten. Die Auflösung des Vereins wird beim Registergericht angemeldet, nach einer Sperrfrist wird der Verein dann gelöscht. Für diese Übergangszeit wurde er einstimmig als Liquidator bestimmt, als sein Stellvertreter Helmut Spinner. Sollte während dieser Zeit Geld für satzungsgemäße Zwecke benötigt werden, reiche dafür ein Vorstandsbeschluss, berichtete er. Zuletzt erläuterte Lothar Kimmig noch, eine Auflösung und Übertragung des Vereins in den benachbarten Förderverein sei einfacher durchzuführen, als eine Fusion beider Vereine. Daher habe man sich für diese Variante entschieden. Pfarrer Klaus Kimmig dankte der gesamten Vorstandschaft für ihre Arbeit, „die Zusammenlegung macht Sinn, um Kräfte zu bündeln“. Zum Thema „Essen auf Rädern“ erläuterte Bernd Müller, dass die Einstufung als selbstständiger Verein auf der gesetzlichen Grundlage der Umsatzsteuer-Pflicht erfolgt sei. Daher könne dieses Angebot nicht mehr als kirchliches Angebot aufrecht erhalten werden. Mit der Zusammenlegung der caritativen Fördervereine sei eine Grundlage geschaffen, um Essen auf Rädern in diesen Verein einzugliedern. Im Frühjahr, so der abschließende Ausblick von Lothar Kimmig, wird es nach der Übertragung eine Mitgliederversammlung geben, in der sich der Verein einen neuen Namen und eine neue Satzung geben wird, dabei werde auch Essen auf Rädern als satzungsgemäßer Zweck des Vereins integriert.
