Ein Licht mit großer Bedeutung

22.04.2025 |

Pfarrer Klaus Kimmig ging beim Gottesdienst in Oppenau auf die besondere Kraft des Ostermorgens ein, die Gewalt und Unfrieden überwinden könne. Im Anschluss traf sich die Gemeinde zum Frühstück.

(Andrea Keller, Acher-Rench-Zeitung). Seit langem ist es in Oppenau Tradition, den Höhepunkt des Kirchenjahres mit der Feier der Osternacht am frühen Sonntagmorgen zu begehen. So versammelten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Gläubige um 5:30 Uhr vor und in der Oppenauer Pfarrkirche, wobei die Dunkelheit zunächst nur vom Schein einzelner Kerzen durchbrochen wurde. Vor dem Haupteingang prasselte ein von André Sester und dessen Tochter entfachtes Feuer und wer hier verweilte, konnte neben dem Knacken des verbrennenden Holzes und dem frühmorgendlichen Gesang der Vögel bereits etwas von der Auferstehungsbotschaft dieses Tages erspüren.
 
Mit der am Feuer entzündeten Osterkerze zogen Pfarrer Klaus Kimmig, Ministranten und die Gemeinde in die dunkle Kirche ein, wobei das Lied „Im Dunkel unsrer Nacht entzünde das Feuer, das niemals verlöscht“ gesungen wurde. Die Ministranten gaben das Osterlicht an die Kerzen der Gottesdienstbesucher weiter, sodass das Gotteshaus in einer wohligen Atmosphäre aus vielen Kerzenlichtern getaucht wurde. Seit Gründonnerstag noch immer ohne Orgelmusik und Glockenschlag begann die liturgische Feier mit Gesängen von Kantoren und Lesungstexten aus dem Alten und dem Neuen Testament. Als Höhepunkt schließlich verlas Pfarrer Kimmig die Frohe Botschaft von der Auferstehung aus dem Oster-Evangelium und zum Gesang der Gemeinde waren nun endlich wieder die große Orgel, Glockenschläge und das Klingen der Altarschellen zu hören, was bei vielen für Gänsehaut-Momente sorgte. Während durch die Kirchenfenster allmählich die Sonnenstrahlen Einzug hielten, ging Pfarrer Klaus Kimmig in seiner Predigt auf die Bedeutung vom Licht des Ostermorgens ein: Im Licht dieses „Ausnahme-Festes“ veränderten sich viele Perspektiven und ergebe sich die in Jesus Christus begründete Hoffnung auf die Überwindung von Gewalt und Unfrieden. Dieses Licht gebe Ermutigung, gegen Unrecht einzustehen, Verheißung, dass Versöhnung möglich sei, Klarheit für eigene Lebenssituationen und Wärme in schwierigen Zeiten.
 
Mit dem Schlusssegen wurden auch die Ostergaben sowie 400 von der Landjugend gefärbte Ostereier gesegnet, welche diese an den Ausgangstüren verteilten. Direkt im Anschluss an den Gottesdienst lud das Oppenauer Gemeindeteam alle Gottesdienstbesucher und Gemeindemitglieder zum gemeinsamen Frühstück ins nahegelegene Josefshaus ein. Ein umfangreiches Frühstücksbüfett, festlich gedeckte Tische und vor allem die Gelegenheit, in einer großen Gemeinschaft zu essen und zu trinken, zu plaudern und zu lachen sorgen für einen gelungenen Start in die Osterfesttage.
 
Pfarrer Klaus Kimmig entzündete am Feuer die Osterkerze, deren Licht in der Kirche verteilt und in der Predigt gedeutet wurde.
 
 
Im Anschluss an die frühmorgendliche Feier der Osternacht waren viele Gottesdienstbesucher der Einladung zum gemeinsamen Frühstück im Josefshaus gefolgt.