Sternsinger sammeln für Kinderrechte
07.01.2026 |
Mit der Sternsingeraktion sollte in diesem Jar auf Kinderarbeit aufmerksam gemacht werden. In Oppenau sammelten junge "Superhelden" dafür Spenden und brachten zugleich den Segen.
(Berrnhard Huber Acher-Rench-Zeitung). „Willst du mit mir die Welt verändern?“ „Ja!“ 96 Kinder und Jugendliche gaben in Oppenau eine klare Antwort. Sie machten sich mit ihren Begleitpersonen am ersten Januar-Wochenende auf den Weg, um als Sternsinger den Segen in die Häuser zu bringen.
„Steh auf, du musst nicht mehr diese anstrengende und gefährliche Arbeit machen“, hieß es in der Pfarrkirche in Richtung eines Kindes mit verschmutztem Kittel. „Du kannst deine Arbeitskleidung weglegen. Hier ist ein Schulrucksack für dich." Das Rollenspiel der Kinder eingangs des Dankgottesdienstes am Dreikönigstag brachte es deutlich auf den Punkt, weshalb man unterwegs war – auch um Spendengeld zu sammeln für Hilfsprojekte: „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“. Die Bekämpfung von Kinderarbeit stand bundesweit im Fokus der Aktion. Die Kinder im Spiel: „Wir bringen das Licht der Hoffnung. Sternsinger und Erwachsene setzen sich für euch ein und auch für eure Eltern, ihr seid nicht allein."
Starke Symbole
In der Predigt ließ Pfarrer Klaus Kimmig durch Ministranten die Standbeine der Krippe und ein Holzkreuz übereinanderlegen – es entstand ein großer Stern. „Die Geburt Jesu und sein Lebensweg sind starke Symbole für Licht und Hoffnung“, so Pfarrer Kimmig. „Ihr seid unterwegs gewesen für eine gute Sache und für Kinder, denen es nicht so gut geht wie uns“, lobte er die Schar der Sternsinger. „Das habt ihr eindrucksvoll gut gemacht, und ganz toll ist es, dass ihr so viele seid."
„Wir sind in der Pfarrei sehr froh und dankbar über dieses Engagement und euren Einsatz“, dankte Pfarrer Kimmig Sandra Hauber, Nicole Huber, Carina Maier und Corinna Schmidt. Dieses vor einem Jahr neu gebildete Team stand erstmals in der Verantwortung für die Oppenauer Sternsingeraktion und meisterte diese Aufgabe mit Bravour.
Schnee sorgt für Änderungen
Sandra Hauber dankte unter dem Beifall der Gottesdienstbesucher „unseren Superhelfern, die sich für andere Kinder einsetzen“, weiter „allen, die uns ihre Türen geöffnet und Geld gespendet haben“, sowie „allen Unterstützern für Fahrdienst, Kochen oder Hilfe bei den Gewändern“. In diesem Jahr waren viele junge „Superhelden“ dabei (erste und zweite Klasse), dafür sind zwei Gruppen der Älteren (14 bis 16 Jahre) weggefallen. „Wegen Glätte und Schnee mussten wir am Samstag verschiedentlich den Tourenplan etwas ändern“, berichtete Carina Maier.
Für alle, die keine Möglichkeit hatten, die Sternsinger zu empfangen, liegen zur Abholung bis Freitag, 8. Januar, noch Segensaufkleber und Spendenkässle in Oppenau bereit: bei Edeka Decker, Metzgerei Braun, Metzgerei Birk, Schreibwaren Klett, Tankstelle Hodapp, Volksbank und Bäckerei Hoch.

