Außenrenovation

Zustand vor der Renovation

„Die vorhandene Ziegeldeckung … muss zwischen 1861 und 1894 hergestellt worden sein. … Die Lebensdauer liegt nach aller Erfahrung bei 70 Jahren, ab dieser Altersgrenze löst sich der Tonscherben langsam auf. …  Es kommt bereits mitten in der Dachfläche zu Ermüdungsbrüchen, die zu massivem Wassereintritt führen können. … Die Holzkonstruktion des Hauptschiffdaches ist  nach Augenschein in sehr gutem Zustand. Jedoch ist völlig verfaultes Holzwerk im Kaminbereich zu ersetzen."
(Erzbischöfliches Bauamt 12.05.2009)

„Beim naturschiefergedeckten Chordach sollten schnellstmöglich die kaputten Schiefer ausgewechselt werden. Sonst sind erhebliche Schäden an Schalung und Konstruktion zu erwarten."
(Erzbischöfliches Bauamt 14.02.2005)


Die Tragfestigkeit der Knotenpunkte des Stahlglockenstuhls ist infrage zu stellen. Er zeigt … erhebliche Schiebe- und Abhebbewegungen [beim Läuten]. … Diese Bewegungen werden teilweise direkt auf das Turmmauerwerk übertragen." Bei einer Renovation ist es angezeigt, einen schwingungsdämpfend gelagerten Holzglockenstuhl unterzubringen.
(Glockeninspektion 15.11.2011)

 

 

Durchgeführte Arbeiten

Die Arbeiten starteten im September 2012 mit dem Aufbau des Arbeitsgerüsts rund um das Hauptschiff der Kirche. Als nächstes folgten die Zimmerleute, welche zunächst auf der Nordseite die zum Teil über hundert Jahre alten Dachziegel samt Lattung entfernten und durch neue ersetzten. Nach rund drei Wochen wurde die Südseite angegangen, welche Ende Oktober fertig gestellt war. Dabei kam es jedoch zu einer unliebsamen Überraschung: Rund um den Kamin waren Dachbalken, Bodenbretter und auch das Mauerwerk von einem Pilz, dem sog. „Hausschwamm“, befallen. Alles musste ausgetauscht bzw. mit einer Chemikalie behandelt werden; dazu wurde auch im Innern der Kirche ein Arbeitsgerüst aufgebaut. Inzwischen waren weitere Handwerker eingetroffen: Ein Blechner brachte Dacheinfassungen und -rinnen an, der Blitzschutz wurde erneuert und ein Steinmetz untersuchte die Fassade auf Schäden. Die Schieferdeckung über dem Altarraum wies vor allem im Bereich der Schneefanggitter Schäden auf und wurde erneuert. Glaser, Maler und Schlosser reparierten die Schutzverglasungen der Fenster, deren Metallrahmen verrostet und die Scheiben zum Teil gebrochen waren. Anfang November begannen die Gerüstbauer, den Turm bis zu dessen Spitze einzurüsten; die Sanierungsarbeiten in diesem Bereich mussten jedoch aufgrund der schlechten Witterung auf das neue Jahr verschoben werden. Und auch der Ersatz des metallenen Glockenstuhls durch Holz erfolgte erst im Laufe des Jahres 2013, um die Schwingungen des Geläutes gegen das Mauerwerk zu minimieren.